Ringelnatz! Wer liebt ihn nicht und seine Gedichte in ihrer einzigartigen Mischung aus Humor, Sprachwitz und Tiefsinn! Der Sachse mit der großen Nase wird oft als Hanswurst unterschätzt und missverstanden, aber sein Humor besitzt eine tiefe Menschlichkeit; die Traurigkeit mit Güte verbindet.
Asta Nielsen war der große Star des Stummfilms in den 1910er Jahren, bevor sie durch einen Boykott der Verleiher aus der Filmgeschäft gedrängt wurde. Die Geschichte der Dänin Asta ist eng mit Leipzig verbunden.
Die vierte Inszenierung von Theaterkorona spielt in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, den goldenen Zwanzigern, die im Absturz in den Nationalsozialismus mündeten. Hier beleuchten wir zwei Künstler, zwei Schicksale in den Wirren der Weimarer Republik, und ihre tiefe Verbundenheit: Asta und Ringel. Erinnern an unbeschwerte Sommertage auf der Insel Hiddensee, an Pläne für eine gemeinsame Schauspieltournee…Bis 1933. Ringelnatz darf nicht mehr auftreten. Zu undeutsch und subversiv sind seine Turngedichte und die Kutteldaddeldu-Verse den Nationalsozialisten. Seine Freundin Asta bekommt währenddessen ein verlockendes Angebot aus Berlin…
Die Frage steht unerbittlich im Raum: mitmachen, sich anpassen? Hierbleiben? Weggehen?
Um dieser Frage nachzugehen, erzählen wir fast 100 Jahre später die Geschichte von Asta und Ringel, die so noch nie erzählt wurde und die wir mit Figuren, Schauspiel und Musik auf die Bühne bringen wollen.
Dazu sind viele Menschen an Deck:
der Regisseur Stephan Wunsch aus Aachen
der Puppengestalter Jürgen Maaßen aus Hamburg
Die Musikerin und Komponist Maria König aus Leipzig
Die Kostümbildnerin Anja Schwede aus Leipzig
der Puppenspieler Frank Schenke, Idee, Konzept und Bühne.
Premiere am 3. Juli 2026, 20 Uhr im Gartentheater Abtnaundorf
Figurengestalter Jürgen Maaßen, Hamburg
